Fach- und Servicestelle für Konfi-Arbeit
der Evangelisch Lutherischen Kirche in Bayern

Grundmodelle

Das zweijährige Modell (7. - 8. Klasse; jeweils Herbst bis Frühjahr)
Heute spricht für dieses Modell die längere Zeit der Begleitung: Gerade in diesen eineinhalb Jahren tut sich für die Jugendlichen sehr viel. Allerdings wäre es sinnvoll, zwischen Präparanden- und Konfirmandenzeit ein oder zwei Begegnungen (bzw. eine Freizeit) einzubauen.
In Gemeinden mit einer hohen Fluktuation kann es wegen der längeren Zeitspanne zu Problemen kommen. Für die Unterrichtenden bedeutet dieses Modell mindestens zwei Gruppen parallel zu begleiten: eben die Präpis und die Konfis.

Das einjährige Modell (Ende 7. bis Ende 8. Klasse)
Dadurch kann beinahe das ganze Kirchenjahr für den Unterricht relevant werden. Die ersten Wochen vor den Sommerferien können für erlebnisorientierte Veranstaltungen im Freien (für das Zusammenwachsen der Gruppe) genutzt werden. Dieses Modell ist günstiger im Blick auf das Eintreten für einen unterrichtsfreien Nachmittag, weil es im Wesentlichen nur die 8. Klasse betrifft.
Für die Unterrichtenden entfällt zwar die Parallelität zweier Unterrichtsgruppen. Dafür gehen die Konfirmandenkurse beinahe nahtlos ineinander über.

Das zweiphasige Modell
Die Idee ist, bereits Drittklässler zu Lerngruppen einzuladen, die auch von Eltern begleitet werden können. (In Württemberg dauert diese Phase vier Monate.)
Danach sind die Kinder zum Kindergottesdienst, zur Jungschar und/oder anderen Angeboten der Gemeinde eingeladen. In der 8. Klasse findet der klassische KU statt.
Vorteile dieses Modells sind die frühere religiöse Sozialisationsbegleitung, die leichtere Einbeziehung der Eltern und die mögliche Verknüpfung mit der Jugendarbeit.
Allerdings ist die Umstellung auf dieses Modell mit einigem Aufwand verbunden.

Das Kursmodell
gibt den Jugendlichen eine weitgehende Freiheit in der Planung ihrer Konfi-Zeit: Sie müssen eine bestimmte Anzahl von obligatorischen Kursen (oft Wochenend-Seminare) und weitere Wahlkurse besuchen. Für diese Angebote buchen sie sich selbstständig über eine Internet-Plattform ein.
Der wichtigste Vorteil dieses Modells besteht darin, dass die Unterrichtenden nicht jedes Mal abfragen müssen, wer wann kann.
Allerdings bedeutet dies auch, dass beinahe jedes Mal eine andere Lerngruppe zusammenkommt.